Akustik verbessern ohne Bohren: Teppiche, Vorhänge und Akustikbilder von OBI/Hornbach - Wohnfaible
- Home
- /
- Wohnzimmer und Aufenthaltsraum
- /
- Akustik verbessern ohne Bohren: Teppiche, Vorhänge und Akustikbilder von OBI/Hornbach

Ein heller, halliger Raum wirkt ungemütlich und anstrengend – besonders im Wohnzimmer oder Aufenthaltsraum, wo man sich entspannen oder unterhalten möchte. Der Grund ist oft zu viel harte Oberfläche: Fliesen, Laminat, glatte Wände und große Fenster reflektieren den Schall. Die Nachhallzeit, also wie lange ein Geräusch nachklingt, sollte in Wohnräumen unter 0,5 Sekunden liegen. Mit einem einfachen Test können Sie das überprüfen: Klatschen Sie einmal kräftig in der Raummitte. Hören Sie ein deutliches Echo oder Flattern, ist die Akustik schlecht. Eine kostenlose App wie „Schallpegelmesser“ hilft, den Nachhall zu messen – halten Sie das Smartphone auf Ohrhöhe und notieren Sie den Abfall um 60 dB.
Die gute Nachricht: Sie müssen keine Löcher bohren oder schwere Möbel rücken. Mit Teppichen, Vorhängen und Akustikbildern von OBI, Hornbach oder IKEA können Sie den Schall effektiv schlucken. Wichtig ist, dass Sie gezielt an den richtigen Stellen dämpfen: vor allem dort, wo Schall auf harte Flächen trifft – also gegenüber von Fenstern, an langen Wänden und in Ecken. Ein typischer Fehler ist, nur eine Wand zu behandeln. Besser ist eine Kombination aus Bodenbelag, textilen Wandbehängen und dekorativen Absorbern.

Ein Teppich ist die einfachste und günstigste Maßnahme gegen Hall. Je dicker und dichter der Flor, desto besser die Absorption. Bei OBI finden Sie zum Beispiel den „OBI Teppichboden-Velours“ (ca. 12 €/m²) oder fertige Teppiche wie den „Orientteppich“ aus Polypropylen (ab 40 € für 140×200 cm). Hornbach bietet den „Teppichboden Nadelfilz“ (ca. 8 €/m²) – ideal für große Flächen. Achten Sie auf die Angabe „Schallabsorptionsgrad αw“: Mindestens 0,30 ist gut, über 0,50 sehr gut. Für das Wohnzimmer empfehle ich einen Hochflor-Teppich (20–30 mm Florhöhe) von IKEA, z. B. die Serie „STOENSE“ (ca. 100 € für 170×240 cm).
Legen Sie den Teppich nicht direkt an die Wand, sondern lassen Sie 10–20 cm Abstand – das vermeidet Knistern und verbessert die Raumwirkung. Ein häufiger Fehler: zu kleine Teppiche. Ein Läufer von 60×200 cm bringt fast nichts. Besser ist ein Teppich, der mindestens ein Drittel der Bodenfläche bedeckt. Wenn Sie Laminat oder Parkett haben, kombinieren Sie einen großen Teppich mit einer rutschfesten Unterlage (z. B. „Teppichgleitschutz“ von OBI, 5 €/m). So vermeiden Sie Stolperfallen und schützen den Boden.
Vorhänge wirken wie ein akustisches Puffer, besonders wenn sie dick und faltenreich sind. Ideal sind „Verdunkelungsvorhänge“ mit Molton oder Thermo-Futter – sie haben oft eine Schalldämmung von bis zu 10 dB. Bei Hornbach gibt es die „Verdunkelungsvorhänge Classic“ (ca. 25 € pro Bahn 140×245 cm), bei OBI die „Thermo-Vorhanggarnitur“ (ab 30 €). Noch effektiver: schwere Samtvorhänge von IKEA, z. B. „SANELA“ (55 €/Paar). Die Stoffdichte sollte mindestens 250 g/m² betragen – je mehr, desto besser. Hängen Sie die Vorhänge nicht direkt vors Fenster, sondern von der Decke bis zum Boden und lassen Sie sie seitlich 20–30 cm über das Fenster hinausragen. Das schluckt auch Schall, der seitlich einfällt.
Ein typischer Fehler: zu dünne Gardinen. Transparente Stores aus Polyester absorbieren kaum Schall. Setzen Sie lieber auf schwere Stoffe und mehrere Lagen: Eine Kombination aus blickdichtem Store und dickem Vorhang bringt bis zu 30 % mehr Absorption. Achten Sie darauf, dass die Vorhangstange stabil ist – bei OBI gibt es „Vorhangschienen“ aus Alu (ab 15 €) oder „Stilrohr-Garnituren“ (ab 20 €). Montieren Sie sie ohne Bohren mit Klemmträgern? Das ist nur bei leichten Vorhängen ratsam. Für schwere Vorhänge besser dübeln – aber wenn Sie nicht bohren dürfen, nutzen Sie Spannstangen im Fensterrahmen (z. B. „Klemmfix-Stange“ von OBI, 10 €).
Akustikbilder sind eine elegante Lösung, um Wandflächen zu bedämpfen, ohne Bohren. Sie bestehen aus einem Rahmen mit schallschluckendem Vlies oder Schaumstoff (meist Polyurethan) und einem bedruckten Stoffbezug. Bei OBI finden Sie die „Akustikbilder“ von „Akustik Plus“ (ca. 80 € für 60×80 cm) in verschiedenen Motiven. Hornbach bietet „Akustikpaneele“ als Kassetten (z. B. „Hornbach Akustikpaneel“ 60×60 cm für 25 €). Diese Paneele können Sie mit doppelseitigem Klebeband („Tesa Powerstrips“) oder Montagekleber („Pattex Montagekleber stark“) an die Wand kleben – halten auf glatten Putz- oder Tapetenflächen. Einzige Voraussetzung: Die Wand sollte sauber und fettfrei sein. Ein typischer Fehler: zu kleine Bilder. Ein einzelnes Akustikbild von 30×40 cm bringt kaum etwas. Planen Sie pro 10 m² Raumfläche mindestens 2–3 m² Absorberfläche ein.
Wer die Raumakustik verbessern möchte, aber keine Löcher in die Wände bohren will, findet bei OBI und Hornbach eine gute Auswahl an Teppichen, Vorhängen und Akustikbildern. Wer darüber hinaus nach passenden Möbeln oder Betten sucht, kann bei stilwohn.de fündig werden.
Eine günstigere Alternative: selbstklebende Akustikplatten aus Melaminschaum („Basotect“) von Hornbach (ca. 15 € für 50×50 cm). Diese können Sie in Rahmen fassen oder direkt auf die Wand kleben. Achtung: Der Schaum ist empfindlich und sollte nicht in Feuchträumen verwendet werden. Für das Wohnzimmer reicht das aber. Kombinieren Sie Akustikbilder mit anderen Maßnahmen: Ein Teppich plus zwei Akustikbilder an der langen Wand reduzieren den Nachhall um 30–50 %. Messen Sie vorher die Nachhallzeit mit der App und vergleichen Sie – so sehen Sie den Erfolg.

Um das Beste aus Ihrem Budget herauszuholen, sollten Sie die Maßnahmen strategisch platzieren. Beginnen Sie mit dem Boden: Ein großer Teppich (z. B. 200×250 cm) in der Mitte des Raumes schluckt den Schall von Schritten und Möbelrücken. Dann die Wände: Hängen Sie schwere Vorhänge vor das größte Fenster – das dämpft auch Außengeräusche. An die gegenüberliegende Wand kommen Akustikbilder oder Paneele, etwa in Ohrhöhe (ca. 1,20–1,60 m). Wenn Sie eine freie Ecke haben, stellen Sie ein Bücherregal (mit Büchern) davor – Bücher sind hervorragende Schallabsorber. Bei OBI gibt es „Eckregale“ aus Holz (ab 50 €) – ohne Bohren aufstellbar.
Ein häufiger Fehler: alle Maßnahmen auf eine Seite zu konzentrieren. Die Schallwellen werden dann nur einseitig geschluckt, der Rest hallt weiter. Verteilen Sie die Absorber gleichmäßig im Raum. Auch Möbel helfen: Ein Polstersofa (z. B. IKEA „KIVIK“) absorbiert mehr als ein Ledersofa. Kombinieren Sie weiche Materialien: Kissen, Decken, Teppiche. Messen Sie nach jeder Veränderung den Nachhall – so merken Sie, ob die Dosis stimmt. Zu viel Dämpfung macht den Raum „tot“ – das ist unangenehm. Ziel ist ein angenehmer, lebendiger Klang.
Akustik verbessern ohne Bohren ist mit Teppichen, Vorhängen und Akustikbildern von OBI, Hornbach oder IKEA problemlos möglich. Investieren Sie in einen dicken Hochflor-Teppich (ca. 100 €), schwere Verdunkelungsvorhänge (ca. 50 €) und zwei bis drei Akustikbilder (ca. 160 €) – das kostet zusammen rund 300 € und senkt den Nachhall spürbar. Messen Sie vorher und nachher mit einer App, um den Erfolg zu dokumentieren. Vermeiden Sie typische Fehler: zu kleine Teppiche, dünne Gardinen oder einzelne Akustikbilder. Planen Sie eine Fläche von mindestens 30 % der Boden- und Wandfläche ein. So wird Ihr Wohnzimmer zur Wohlfühloase – ganz ohne Bohren.